Auf dem Weg zur Grenzlanddidaktik
Eine Aufgabe für die nächsten Jahre
Für Niederländisch als Fremdsprache im deutschen Grenzgebiet bestehen seit Jahrzehnten zahlreiche Konzepte in Bezug auf die besonderen Möglichkeiten, die von Lehrkräften entworfen, durchgeführt und weiterentwickelt wurden. Das dadurch entstandene Wissen ist in verschiedenen Veranstaltung zwar weiter transportiert worden, was aber nie systematisch gesammelt und dokumentiert wurde. Unter Umständen besteht somit die Gefahr, dass Traditionen und Kompetenzen ungenutzt in Vergessenheit geraten.
Verschärft wird dieses Problem durch die Tatsache, dass keine deutsche Fachdidaktik für Niederländisch – und damit auch keine Didaktik der Nachbarsprache - fixiert ist.
Noch kaum rezipiert wurden Überlegungen und praktische Erfahrungen mit dem Sprachenlernen in Grenzregionen, wie sie sowohl im Südwesten als auch im Osten Deutschlands bestehen.
Wesentliche Aufgabe des Projekts ist die Sammlung von relevanten Forschungsergebnissen und vor allem praktischen Erfahrungen mit dem Sprachenlernen in Grenzregionen, besonders unter dem Aspekt der Nachbarsprachendidaktik. Die Ergebnisse sind zu „clustern“ und dahingehend zu untersuchen, inwiefern die vorliegenden Erfahrungen für eine Weiterentwicklung einer Grenzlanddidaktik Niederländisch zu nutzen sind. Ein weiteres Ziel wird es sein, stärker als bisher geschehen, die vorhandenen Aktivitäten in diesem Bereich zu vernetzen.



